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Eine Ode an die Schreibenden – warum Sie stolz auf sich sein dürfen


Langsam steuert das Jahr dem Ende entgegen und vielleicht sitzen Sie gerade vor Ihrem Manuskript und fragen sich: Habe ich genug geschrieben? Ist mein Text gut genug? Bin ich überhaupt eine richtige Autorin, ein echter Autor? Lassen Sie mich Ihnen als Lektorin eines sagen: Sie sind es und darauf dürfen sie stolz sein!

Lektorat Moosbuchner, glücklichschreiben

Ich möchte diesen letzten Artikel des Jahres 2025 nutzen, um eine wichtige Botschaft an alle Schreibenden zu bringen: Was Sie tun, ist außergewöhnlich. Sie verdienen Anerkennung – nicht erst, wenn Ihr Buch veröffentlicht ist, sondern bereits viel früher.


Was bedeutet es wirklich, zu schreiben?

 

Schreiben ist weit mehr als viele Worte auf Papier zu bringen. Es erfordert stets Ihren Mut. Denn jedes Mal, wenn Sie sich an Ihr Schreibprojekt setzen, öffnen Sie eine Tür zu Ihrem Inneren und machen sich ein Stück weit verletzlich. Das erfordert eine innere Stärke, die nicht jeder Mensch aufbringt.

 

Es kann sein, dass Sie dieses Jahr nur ein Kapitel geschrieben haben oder sogar ganze Passagen wieder gelöscht haben. Das spielt jedoch keine Rolle. Alles zählt. Jede geschriebene Zeile, jeder Buchstabe, der den Weg auf das Papier gefunden hat, jeder verworfene Entwurf und jede Überarbeitung. Denn all das sind weitere Schritte auf Ihrem Weg als Autorin oder Autor.


Die unsichtbare Arbeit hinter jedem Manuskript

 

Leider sehen die wenigstens Menschen die immense Arbeit, die hinter einem fertigen Manuskript steckt. Die Recherche, das Plotten, die schlaflosen Nächte, in denen sich einzelne Szenen oder Dialoge in Ihrem Kopf drehen, die emotionale Achterbahnfahrt beim Schreiben schwieriger Passagen oder auch die Überwindung wirklich dranzubleiben und nicht aufzugeben, den inneren Kritiker / die innere Kritikerin zu bezwingen. Hinzu kommen noch die täglichen Herausforderungen: das Jonglieren der Zeit zwischen Beruf, Familie und Alltag.

 

All das leisten Sie als Autorin oder Autor – immer wieder aufs Neue. Und das ist bewundernswert.

Und vergessen Sie nie: Sie sind nicht allein. Alle Schreibenden haben mit diesen Herausforderungen zu kämpfen.


Ihr Mut, weiterzumachen

 

Schreiben läuft nicht immer geradlinig. Es geht manchmal andere Wege als gedacht und bedeutet auch, immer wieder neu anzufangen – nach einer Schreibblockade, einer Absage vom Verlag oder nach Zweifeln, die so groß werden, dass Sie am liebsten alles hinwerfen würden.

 

Trotzdem geben Sie nicht auf. Und genau das macht Sie zu einer Autorin, einem Autor. Es ist nicht der Erfolg, nicht die Veröffentlichung, sondern Ihre persönliche Entscheidung, trotz allem weiterzuschreiben. Jedes Mal, wenn Sie nach einer Pause wieder Ihr Manuskript öffnen, beweisen Sie Durchhaltevermögen und Mut.


Was ich als Lektorin an Autorinnen und Autoren schätze

 

Bei meiner Arbeit bewundere ich Autorinnen und Autoren immer wieder um ihre Offenheit, die Bereitschaft, Feedback anzunehmen und daran zu wachsen; um den Mut, sich mit meinen Anmerkungen auseinanderzusetzen und dabei trotzdem nicht ihre innere Stimme zu verlieren.

Ich sehe die Zweifel vieler Schreibenden und dennoch geben sie nicht auf. Sie verfeinern ihre Geschichten, vertiefen Charaktere und überarbeiten Dialoge. Daran lernen und wachsen sie und entwickeln sich stets weiter – als Schreibende und als Menschen.

 

Alle Autorinnen und Autoren, die mir ihre Manuskripte anvertrauen, bringen mir damit sehr großes Vertrauen entgegen. Ich darf in ihre kreative Welt eintauchen und sie erlauben mir, Teil ihres Schreibprozesses zu werden. Das ist ein besonderes Geschenk, für das ist sehr dankbar bin.


Kleine Erfolge sind große Erfolge

 

Vielleicht haben Sie in diesem Jahr kein Buch veröffentlicht und auch kein Manuskript beendet. Na und? Schauen Sie noch einmal genau hin: Haben Sie eine Schreibroutine für sich entdeckt? Eine Figur entwickelt, die Ihnen am Herzen liegt? Eine schwierige Szene gemeistert? Sich getraut, Ihren Text anderen Menschen zu zeigen?

 

All das sind bereits Erfolge – und die dürfen Sie feiern. Der Weg zum fertigen Manuskript besteht aus unzähligen kleinen Schritten, von denen jeder einzelne wertvoll ist.


Ein Dankeschön zum Jahresabschluss

 

Ich möchte dieses Jahr damit abschließen, Ihnen zu danken. Danke, dass Sie schreiben. Danke, dass Sie Ihre Geschichten mit der Welt teilen wollen. Danke für Ihren Mut, Ihre Kreativität und Ihre Beharrlichkeit.

 

Die Welt braucht Ihre Geschichten. Sie braucht Ihre Perspektive. Und Sie braucht Schreibende wie Sie, die trotz aller Widerstände nicht aufgeben.


Eine Bitte zum Schluss

 

Wenn Sie diesen Artikel bis hierhin gelesen haben, möchte ich Sie um Folgendes bitten: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und denken Sie darüber nach, was Sie in diesem Jahr als Autorin oder Autor erreicht haben. Schreiben Sie es auf. Lesen Sie es sich laut vor. Und nun erlauben Sie sich, stolz darauf zu sein.

 

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Jahresausklang und einen kreativen Start ins neue Jahr 2026. Möge es voller inspirierender Momente, spannender Geschichten und vor allem voller Freude am Schreiben sein.


 

Fühlen Sie sich noch unsicher bei der Umsetzung Ihres Romans oder haben Sie das Gefühl im Schreibprozess festzustecken? Oder haben Sie Ihr Manuskript bereits fertig gestellt und sind nun auf der Suche nach einem professionellen Lektorat?

Ich unterstütze Sie gern mit einem individuellen Coaching, einem Lektorat oder einem Korrektorat.

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